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Im August 1968 spielten
die Schulfreunde Osbourne, Iommi, Butler, Ward sowie zwei
weitere Musiker aus Birmingham in der Polka Tulk Blues Band,
abgekürzt auch Polka Tulk.
Als die zwei anderen
Bandmitglieder die Gruppe verließen, benannte sich die Gruppe in
Earth um. Die Musik war in dieser Zeit besonders von Blues und
Jazz dominiert.
1968 und 1969 trat die
Band im Vorprogramm von Ten Years After, John Mayall & the
Bluesbreakers und Van der Graaf Generator auf und ging auf Tour
durch Dänemark und Deutschland.
Die Band spielte mehrfach
im Hamburger Star-Club.
Im Dezember 1968 trat
Iommi kurzzeitig mit Jethro Tull auf, kehrte aber zur Band
zurück.
Da bereits eine Band
namens Earth existierte, entschied sich die Band für eine
weitere Änderung, um Verwechslungen zu vermeiden. Den neuen
Namen Black Sabbath adoptierte die Band von einem von Butler
geschriebenen Song, den er nach einem Roman des britischen
Autors Dennis Wheatley benannt hatte.
Mit dem Namenswechsel ging
auch ein Stilwechsel einher. Nach eigenen Angaben habe man
gegenüber eines Horrorkinos geprobt, als Iommi die Idee gekommen
sei, dass man auch Musik machen könne, bei der sich die Zuhörer
fürchten.
Das in nur zwölf Stunden
aufgenommene[ Debüt
Black Sabbath besitzt Sessioncharakter und Bluesrockreferenzen
wie etwa lange Gitarrensoli und ineinander übergehende Stücke.
Die Platte erschien
in zwei Versionen:
Das auf der europäischen
Version enthaltene „Evil Woman“ wurde auf der amerikanischen und
japanischen Version durch „Wicked World“ ersetzt. Das Album
erreichte in Großbritannien die Top 10 und hielt sich in den USA
länger als ein Jahr in den Charts. Dort wurde eine Million
Exemplare verkauft.
Die LP „Paranoid“
repräsentiert den typischen Sabbath-Stil, der bis heute großen
Einfluss auf Rockbands ausübt. In den meisten Stücken dieser
Zeit kombinieren Black Sabbath einfache Riffstrukturen mit
virtuosen Variationen von Bass und Gitarre und eingängigen
Gesangslinien. Sänger Osbourne verzichtet ganz auf zu dieser
Zeit bei Rockbands beliebte Bluesrockelemente. Sein klanglich
eintöniger aber melodiöser Gesang besitzt einen hohen
Wiedererkennungswert.
Mit „Paranoid“, dem
Titelstück der gleichnamigen LP, gelangte Black Sabbath weltweit
in die Single-Charts.
Das Album sollte
ursprünglich „War Pigs“ heißen, man entschied sich letztlich
aber für „Paranoid“, einen Titel, der ironischerweise erst gegen
Ende der Paranoid-Sessions eilig aufgenommen wurde, um die
Platte zu füllen. Paranoid wurde schließlich zum größten Hit der
Band und erreichte Platz eins in Großbritannien. In den USA
wurde das Album vier Millionen mal verkauft.
Black Sabbath
veröffentlichte trotz des Erfolgs keine weiteren Singles sondern
profilierte sich als reine Album-Band.
Die Alben „Master of Reality“, „Volume
4“ und „Sabbath Bloody Sabbath“ erreichten ebenfalls alle die
Top 10 in Großbritannien. „Sabbath Bloody Sabbath“, „Sabotage“
und „Technical Ecstasy“ führten den klassischen Sound weiter in
einen künstlerisch ausgefeilteren Bereich. Zu den bekannten
Stilmitteln kamen Keyboard, Synthesizer und Blasinstrumente. Die
Bluesrockwurzeln verschwanden dabei immer mehr. Beim Album
„Sabotage“ wurden die erwarteten Verkaufszahlen nicht erreicht.
Dessen ungeachtet zählt auch dieses Album heute noch als
Klassiker.
Im Oktober 1977 verließ
Osbourne die Band. Als Ersatz wirkte der ehemalige Sänger der
Band Savoy Brown, Dave Walker, bei einigen Konzerten mit. Nach
nur drei Monaten kehrte Osbourne jedoch zurück und nahm mit der
Band das Album „Never Say Die“ auf. Im Januar 1979, als Black
Sabbath in Los Angeles vergeblich versuchten, ein neues Album
aufzunehmen, wurde er dann von der Band entlassen. Dennoch
spielte er auf seinen Konzerten stets auch mehrere Lieder der
Gruppe, zumeist "Paranoid", "War Pigs" und "Sweet Leaf".
ohne Osbourne weiter
In der Folgezeit trat
Black Sabbath unter der Führung des Gitarristen Tony Iommi mit
verschiedenen Sängern, Bassisten und Schlagzeugern weiter auf.
Der Keyboarder Geoff Nicholls hatte
vorher bei der Band Quartz Gitarre
gespielt und wechselte zunächst nur als Studiomusiker und Gast
zu Black Sabbath. Obwohl er nicht auf allen folgenden Alben der
Band genannt wird, war er doch an allen als Musiker und
Komponist beteiligt. In einigen Phasen wurde er sogar dazu
gebracht, seinen Part bei Konzerten hinter der Bühne zu spielen,
da er wahrscheinlich aus Imagegründen nicht als vollwertiges
Bandmitglied gelten sollte.
Auf der Tour zu „Heaven
and Hell“ (1980) popularisierte der Sänger Ronnie James Dio, der
die Nachfolge von Osbourne angetreten hatte, die „Mano cornuta“,
das Handzeichen, das sich zu einem der Identifikationsmerkmale
der Metal-Szene entwickelte. Während dieser Tour verließ der
Schlagzeuger Bill Ward die Band, da seine Eltern kurz
hintereinander verstorben waren und er mit Alkoholproblemen zu
kämpfen hatte. Er wurde durch Vinnie Appice
ersetzt, der auch das zweite Album mit Dio, „Mob Rules“, mit
einspielte.
1982 wurde noch das Live
Album „Live Evil“ veröffentlicht, allerdings kam es zu immer
größeren Spannungen zwischen der Band, die sich in zwei Lager
(bestehend aus Geezer Butler/Tony Iommi und Ronnie James Dio/Vinny
Appice) aufgeteilt hatte. Ein Weiterarbeiten war so nicht mehr
möglich und die Band trennte sich von Dio und Appice.
Als neuen Sänger nahm man
den ehemaligen Deep Purple-Frontmann, Ian Gillan, auf. In dieser
Zeit veröffentlichte man das Album Born Again
für welches auch Schlagzeuger Bill Ward in die Band
zurückkehrte. Allerdings konnte er wegen seiner Alkoholprobleme
die anschließende Tour nicht absolvieren und wurde durch den
ehemaligen Electric Light Orchestra-Schlagzeuger Bev Bevan
ersetzt. Das Album wurde von Kritikern schlecht beurteilt, da
Gillans eher am Blues orientierter Gesang nicht zur Band passe,
kam aber bis auf Platz 4 der englischen und Platz 39 der
US-Charts. Dieses Line-Up zerbrach wieder, als Gillan wegen der
Reunion von Deep Purple im Jahr 1984 ausstieg. 1986 folgte als
neuer Sänger Glenn Hughes, mit dem das Album
Seventh Star aufgenommen wurde, welches ursprünglich als
Soloalbum von Iommi geplant war.
Auf Druck des
Plattenlabels wurde es unter dem Namen Black Sabbath
veröffentlicht.
Am Bass war
Dave Spitz und am Schlagzeug der
spätere Kiss-Schlagzeuger Eric Singer. Dem Album war kein großer
Erfolg beschert. In Großbritannien erreichte es nur Platz 27 in
den Charts. Danach gab es wieder mehrere Besetzungswechsel.
Sänger Glenn Hughes wurde durch Ray Gillen ersetzt, ebenso wie
Bev Bevan in die Band zurückkehrte. Zudem wurde Keyboarder
Geoff Nicholls zum offiziellen
Bandmitglied.
Während der Aufnahmen für
das nächste Album, „The Eternal Idol“, wurde Bassist Spitz
entlassen und durch Bob Daisley ersetzt. Nachdem die Aufnahmen
abgeschlossen waren, verließ Ray Gillen die Band und wurde durch
den Sänger Tony Martin ersetzt, der den Gesang noch einmal neu
aufnahm. Das Album wurde nicht zum kommerziellen Erfolg: Es
erreichte nur Platz 66 in den englischen Hitparade und blieb
dort nur für eine Woche. Auch die anschließende Tour mit Terry
Chimes am Schlagzeug und Jo Burt am
Bass war kaum erfolgreich.
Für das Album „Headless
Cross“ spielte Laurence Cottle
die Basslinien ein; zudem übernahm Cozy Powell das Schlagzeug.
Als besonderen Gast konnte man Brian May für die Aufnahmesession
gewinnen, er spielte Gitarre bei dem Song "When Death Calls".
Das Album war erfolgreicher als „The Eternal Idol“ und erreichte
Position 31 der britischen Charts.
weiter gehts
Cozy Powell brachte nun
den Bassisten Neil Murray in die Band
ein. In dieser Besetzung konnte die Band im Jahr 1990 mit dem
Album „Tyr“ erneut einen Erfolg
verbuchen. Thematisch beschäftigt sich dieses nach dem
germanischen Kriegsgott benannte Album mit der nordischen
Mythologie.
Trotz dieses Erfolges
entließ Iommi im Anschluss Martin, Murray, Powell und Nichols,
um den Weg für eine Wiedervereinigung mit den ehemaligen
Mitgliedern Ronnie James Dio und Vinnie Appice sowie dem
Gründungsmitglied Geezer Butler zu ebnen. In dieser Besetzung
nahm die Band 1992 das Album „Dehumanizer“ auf, das sich stark
am Black Sabbath-Stil der 70er Jahre orientierte. Während der
Aufnahmen kam es zu Unstimmigkeiten in der Band und Dio dachte
darüber nach, Black Sabbath wieder zu verlassen. Die
Single-Auskopplung „TV Crimes“ wurde in Großbritannien ein
Top-30-Hit und das Album erreichte die Top-40.
Zu diesem Zeitpunkt befand
sich Ozzy Osbourne auf seiner ersten Abschiedstour. Für die
beiden letzten Konzerte in Costa Mesa, Kalifornien, wollte er
gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen von Black Sabbath
auftreten.
Verträge wurden
ausgehandelt, allerdings weigerte sich Dio aus persönlichen
Gründen, die Bühne mit Ozzy zu teilen. Dio verließ die Band
daraufhin.
Iommi setzte die Arbeit
mit Butler, dem zurückgekehrten Tony Martin und dem Schlagzeuger
Bobby Rondinelli fort.
Diese neue Besetzung nahm
das Album „Cross Purposes“ (1994) und
das darauffolgende Live-Album „Cross Purposes
Live“ (1995) auf. Im Anschluss daran kündigten Butler und
Rondinelli und wurden erneut von Murray und Powell ersetzt.
Zusätzlich nahm Iommi Geoff Nichols wieder auf, womit die
Besetzung des „Tyr“-Albums wieder hergestellt war.
1995 nahm die Band „Forbidden“
auf, das bislang letzte Studioalbum der Band. Allerdings
erfolgte direkt nach den Aufnahmen erneut ein Wechsel: Powell
verließ die Band, während Rondinelli wieder einstieg.
Vereinigung
Für die Ozzfest-Tour 1997
konnte Iommi schließlich die ursprüngliche Besetzung von Black
Sabbath mit Ausnahme von Bill Ward (statt dessen spielte Mike
Bordin Schlagzeug) wiedervereinigen.
Aber als Black Sabbath mit
Iommi, Osbourne und Butler auch in England spielen wollten,
wurde auch Ward überzeugt, wieder mitzumachen. So spielte Black
Sabbath 1997 die ersten beiden Konzerte nach ihrer
Wiedervereinigung in ihrer Heimatstadt Birmingham im
National Exhibition Stadion. Aus diesen
Konzerten entstand das Live-Album „Reunion“, das im darauf
folgenden Jahr veröffentlicht wurde. Das Songmaterial bestand zu
einem großen Teil aus Stücken der frühen Geschichte wie
„Paranoid“, „Black Sabbath“ oder „War Pigs“, enthielt aber auch
Studioaufnahmen von zwei neuen Liedern, „Selling My Soul“ und „Psycho
Man“, die beide von Osbourne und Iommi geschrieben worden waren.
Das Album war insbesondere in den USA erfolgreich, wo es Platz
11 der Charts erreichte und Platin-Status erlangte.
Im Jahr 2005 erfolgte eine
weitere Tournee der Original-Besetzung. Dabei beschränkte sich
die Band bei ihren Auftritten auf Lieder von den ersten fünf
Studio-Alben. Im November wurden Black Sabbath in die
UK Music Hall of Fame, 2006 dann in die
Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
2007 erschien die
Compilation "The Dio Years",
welche die Highlights der Schaffensperiode von Black Sabbath mit
Ronnie James Dio am Gesang abdeckt. Mit den Titeln "The Devil
Cried", "Shadow of the Wind" und "Ear in the Wall" befinden sich
3 bisher unveröffentlichte Studio-Tracks auf der CD. Ronnie
James Dio, Tony Iommi, Geezer Butler und Vinnie Appice (die
Besetzung des Albums "Mob Rules" von 1981 und "Dehumanizer" von
1992) waren im Jahr 2007 unter dem Namen "Heaven and Hell" auf
Tour. Gespielt wurden ausschließlich Lieder der drei Alben der
Dio-Ära und des neuen Best-Of Albums.
Für das Jahr 2008 wurde in
dieser Besetzung ein neues Studioalbum angekündigt.
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